Patientenfall: Wenn der Induktionsherd krank macht

induktionsherd krank

Bild: Jason Briscoe/unsplash.com

Eine Mutter entwickelt eine Schilddrüsenüberfunktion, ihr jüngster Sohn Neuordermitits und ein Leaky-Gut-Syndrom. Bei der Ursachenforschung in meiner Praxis tappen wir lange im Dunkeln – bis wir später den Auslöser in der neuen Küche der Familie ausmachen können.

Seit Jahren schon ist eine dreifache Mutter bei mir Patientin. Ihre Schilddrüsenwerte waren bis zu einer Blutuntersuchung im April 2016 immer alle in Ordnung. Dann entwickelte sie eine Schilddrüsenüberfunktion, die ich durch eine direkt eingeleitete Therapie direkt behandeln konnte. Bei den Kontrolluntersuchungen waren die Werte zunächst wieder in Ordnung, verschlechterten sich Anfang 2017 aber wieder. Diesmal war die Therapie deutlich schwieriger, erst im Juli zeigten sich wieder halbwegs normale Parameter. Bis Juni 2018 war alles bestens, dann diagnostizierte ich eine erneute Überfunktion, die ich abermals therapierte.

Diese „Anfälle“ von Überfunktion machten für mich absolut keinen Sinn, irgendeinen Grund musste es für die immer wieder kommende Überfunktion der Schilddrüse geben. Gemeinsam mit der Patientin ging ich der Ursache auf den Grund. Welche Veränderungen hatte es in ihrem Leben in den letzten Jahren gegeben, außer der Geburt ihrer drei Kinder? Dann kamen wir dem Auslöser auf die Schliche: Die junge Familie war Ende 2015 in ihr neues Haus gezogen. Eine Spezialuntersuchung auf Wohngifte zeigte keine Auffälligkeiten. Aber der Patientin fiel ein, dass sie mit dem Umzug auch ihren Herd gewechselt haben – von Ceran auf Induktionskochen.

Darum ist Induktionskochen gefährlich

Induktionskochfelder erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie beim Kochen weniger Energie verbrauchen und leichter zu reinigen sind. Ander als ein Cerankochfeld wird nicht die Herdplatte selbst erwärmt. Stattdessen erzeugt eine Spule im Kochfeld ein elektromagnetisches Feld, das sich auf magnetische Pfannen und Töpfe überträgt und diese in kürzester Zeit erhitzt. Dabei entstehen elektromagnetische Wellen in Wirbelströmen und einem Frequenzbereich bis zu 60 kHz.

Beim Induktionskochen können magnetische Streufelder nicht nur den Topf erhitzen, sondern auch den Körper durchdringen und Zellen negativ beeinflussen. Meine persönliche Meinung: Von Induktionsherden sollte man die Finger lassen, da bis heute nicht sicher geklärt ist, welchen Einfluss das elektromagnetische Feld auf die verschiedenen Prozesse im Körper hat und auch nicht, wie die erhitzten Lebensmittel durch das Induktionskochen verändert werden. Induktionsherde können krank machen, davon bin ich überzeugt. Und der Fall der Patientin und ihrer Familie belegt es eindrucksvoll.

Krank durch Induktionsherd

Gesundheitliche Probleme hatte mittlerweile nicht nur die Mutter, sondern auch ihr jüngster Sohn, der eine ausgeprägte Neurodermitis entwickelte. Ich veranlasste daher beim Kleinkind eine Stuhluntersuchung. Solch schlechte Werte habe ich in meiner Karriere als Arzt noch nicht gesehen: extreme Verschiebungen in der Darmflora, reichlich Fäulniskeime, extreme Entzündungen und ein wahnsinnig stark ausgeprägtes Leaky-Gut-Syndrom. Für mich lag damit der Fall klar auf der Hand: Die Probleme der Mutter und auch ihres Sohns sind Folge der auf dem Induktionsherd erhitzten Nahrung.

Meine Patientin trennte sich umgehend von ihrem Induktionsherd, und mit dem Herd verschwanden bald auch die gesundheitlichen Probleme bei Mutter und Sohn. Heute sind beide wieder kerngesund.

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