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sonnenallergie

Quelle: Ryan Christodoulou/unsplash

Sonnencreme verursacht Osteoporose

Sonnenschutzmittel mit einem geringen Lichtschutzfaktor von 8 sorgen bereits dafür, daß die Vitamin D-Produktion um 95% vermindert wird. Aus diesem Grund können Sonnenschutzmittel einen gefährlichen Vitamin D-Mangel erzeugen – mit allen negativen Begleiterscheinungen.

Definitionsgemäß ist Viatmin D ein Hormon und kein Vitamin. Unter einem Hormon versteht man eine Substanz, die in einem Organ produziert wird, ins Blut gelangt und dann seine Wirkung an einem anderen Organsystem ausübt. Vitamin D wird durch Sonnenlicht in der Haut produziert, gelangt über den Blutstrom in die Leber und die Nieren , wo es aktiviert wird und übt dann im Verdauungssystem und in den Knochen seine Wirkung aus.

Den meisten Menschen ist der gesundheitliche Nutzen des Sonnenlichtes gar nicht mehr bewußt. Das liegt auch mit daran, daß viele Dermatologen nur die negativen Auswirkungen der Sonnenstrahlen aufzeigen. Manche empfehlen sogar, Sonnenbestrahlung komplett zu vermeiden. Natürlich ist übertriebenes Sonnenbaden gesundheitsschädlich und kann zu Hautkrebs führen, aber der dosierte Genuß der Sonne ist durchaus wichtig.

Den Herstellern von Sonnenschutzmitteln ist natürlich daran gelegen, sich der Meinung der Dermatologen anzuschließen. Sie wollen selbstverständlich weiterhin ihre Sonnencremes verkaufen. Es ist bekannt, daß die American Academy of Dermatology von den Sonnencreme-Herstellern finanziell unterstützt wird.

Mögliche Auswirkungen eines Vitamin D-Mangels:

  • Osteoporose ist häufig durch einen Vitamin D Mangel verursacht, da dieser die Calciumaufnahme beeinträchtigt
  • Ein ausreichend hoher Vitamin D-Spiegel im Körper kann Prostata-, Brust-, Darm- und Eierstockkrebs sowie Depressionen und Schizophrenie verhindern
  • Rachitis ist eine Knochenauszehrung und wird durch Vitamin D-Mangel verursacht
  • Vitamin D-Mangel kann Diabetes Typ 2 verschlimmern und die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse vermindern
  • Fettleibigkeit vermindert die Verwertung von Vitamin D im Körper. Deshalb benötigen fettleibige Menschen zweimal so viel an Vitamin D
  • Vitamin D wird weltweit eingesetzt, um Psoriasis (Schuppenflechte) zu behandeln

Sonnencreme zur Verhütung?

Im Sommer ist der Eintrag von chemischen UV-Filtersubstanzen in die Badeseen besonders groß. Allerdings sind die Stoffe auch in Shampoos, Lippenstiften und Parfums vorhanden und belasten über häusliches Abwasser das ganze Jahr die Fließgewässer. Für den Frankfurter Forscher Dominic KAISER war dies Anlass, im Labor die Wirkung der beiden häufigsten chemischen UV-Filtersubstanzen auf drei Badeseebewohner zu untersuchen. Die Zwergdeckelschnecke produzierte unter dem Einfluss der Östrogen-aktiven Stoffe weniger Embryos, der Glanzwurm und die Zuckmücke vermehrten sich munter weiter.

Und was ist mit dem Menschen? Ob die Filter bei ihm ähnliche Wirkungen haben können, wurde bisher nicht untersucht. Nach Aufnahme über die Haut sind allerdings für ein paar Stunden Konzentrationen in Höhe einer niedrig-dosierten Antibabypille in Blut, Urin und Muttermilch nachweisbar. Schwangere und Stillende sollten daher auf chemische Mittel verzichten, heißt es in der Pressemitteilung der Universität Frankfurt. Auch Umweltbewusste können auf Alternativprodukte mit physikalischen oder mineralischen Filtern ausweichen – mindestens die Zwergdeckelschnecken werden es ihnen danken. (Medical Tribune Nr 35, 29.08.2008)

Kommentar:
Bei den untersuchten Filtersubstanzen handelt es sich um BP-3 (Benzophenon-3), OMC (Octylmetoxycinnamat) und 4-MBC (4-Methyl-Benzylidencampher).

Sonnencreme mit Schattenseiten

In den meisten handelsüblichen Sonnencremes lauert womöglich eine große Gefahr. Das üblicherweise als UVB-Filter verwendete Octylmethoxycinnamat (OMC) könnte auf menschliche Hautzellen giftig wirken. Norwegische Forscher haben die Substanz an Mauszellen getestet. Gab man 0,0005%iges OMC dazu, starb etwa die Hälfte ab, ohne überlebten 90 Prozent. In gängigen Sonnencremes kommt dieser Stoff in weit höheren Konzentrationen vor. Die Forscher vermuten, daß die toxische Wirkung durch Sonnenlicht noch gesteigert wird. (New Scientist, Vol 168, No. 2259)

Sonnencreme kann Hautkrebsrisiko erhöhen

Jedes Jahr erfahren in Deutschland etwa 8000 Menschen die Diagnose „Hautkrebs“. Einige Untersuchungen weisen jetzt darauf hin, daß die Benutzung von Lichtschutzcremes – vor allem mit hohem Lichtschutzfaktor – die Melanomgefahr noch erhöht, da das Warnzeichen „gerötete Haut“ entfällt. Sogenannte Selbstbräuner scheinen besonders gefährlich zu sein. Sie können oxidierende Substanzen enthalten, die die Umwandlung eines Melanozyten in eine bösartige Krebszelle begünstigen. (Die Welt, 11.08.00)

Unfreiwillige Hormonbehandlung durch Sonnencremes?

Sechzig Prozent der im Handel befindlichen Sonnencremes stehen in Verdacht, wie Östrogene zu wirken, so die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie am Institut für Toxikologie und Pharmakologie der Universität Zürich. Dort wurden 6 der 30 zugelassenen UV-Filter untersucht. Dazu wurden die Substanzen auf menschliche Brustkrebszellen aufgetragen. Die Reaktion: Die Krebszellen wuchsen deutlich schneller als sonst. Zusätzlich wurden die Chemikalien in Olivenöl gemischt, um die Anwendung in Sonnencremes nachzuahmen. Anschließen wurden haarlose junge Ratten vor der Geschlechtsreife in das Ölbad getaucht: ihre Gebärmutter wuchs unverhältnismäßig stark. (Urheimische Notizen 02/01)

Vitamin C und E als Sonnenschutz der Zukunft?

An der Dermatologischen Universitätsklinik in München wurde eine mögliche Schutzwirkung der Vitamine E und C gegenüber schädlicher UV-Strahlung untersucht. Am Tag Null der Studie wurden verschiedene Areale einer Gesäßhälfte der Studienteilnehmer mit steigenden UV-Dosen bestrahlt. Nach 24 Stunden bestimmten die Dermatologen die UV-Dosis, die erstmanls ein scharf abgrenzbare Rötung hervorruft. Acht Tage später wurde die Prozedur wiederholt, wobei eine Studiengruppe täglich Vitamin C und E erhielten, die Kontrollgruppe ein Plazebopräparat. In der Vitamin-Gruppe wurde teilweise mehr als die doppelte Bestrahlungsdosis benötigt, um eine Hautreaktion zu erzielen, während in der Plazebogruppe die Reaktionen unverändert oder sogar noch verstärkt waren. Ebenso zeigten diese Teilnehmer deutliche Entzündungszeichen der oberen Hautschicht.

Kommentar:
Die Panikmache gegen die ach-so-böse-Sonne hat, wie man sieht, auch seine Schattenseiten. Es darf hier „ketzerisch“ gefragt werden, wer die „Hauptschuld“ an den steigenden Hautkrebsfällen tatsächlich trägt: die gefährliche Sonne oder der massenhafte Verkauf von Lichtschutzcremes mit immer steigenden Lichtschutzfaktoren?

Ein vernünftiger Umgang mit der Sonne, gerade im Urlaub, ist der beste Garant für nur positive Wirkungen der Sonne. Die Verhaltensregeln sind Ihnen sicherlich zur genüge bekannt: langsames eingewöhnen, nicht in der Mittagssonne braten und beim ersten Anzeichen von Sonnenbrand sofort Schatten aufsuchen. Wichtig: verwenden Sie auch im Schatten Sonnencreme.

Der Lichtschutzfaktor der Sonnencreme sollte (auch für Kinder) nicht über 12 liegen, so kann Ihnen Ihr Körper immer noch das Warnzeichen „gerötete Haut“ geben. Empfehlenswert sind Sonnencremes mit mineralischem UV-Filter. Bei der Auswahl einer geeigneten Sonnencreme können Ihnen die Öko-Test-Ergebnisse behilflich sein, oder eine Beratung in Ihrem Reformhaus. Vor allem (Klein)Kinder sollten durch Kleidung und einer Kopfbedeckung geschützt werden. Extra UV-undurchlässige Kleidung gibt es neuerdings zu kaufen, ist aber wirklich nicht notwendig.

Vor Antritt des Sonnenurlaubs ist eine natürliche Vorbräunung (nicht im Solarium!) empfehlenswert. Eine Unterstützung der Melanozyten (die Zellen, die die braune Hautfarbe produzieren) durch Beta-Carotin-haltige Lebensmittel (Karotten, Tomaten, Carota-Kürbis, und viele andere) oder nach ärztlicher Rücksprache Beta-Carotin Kapseln kann die schädliche Wirkung der UV-Strahlen mindern.

Ganz besonders möchte ich Ihnen die Überprüfung Ihrer „Freien Radikale“, Mineralstoffe und Vitamine rechtzeitig vor dem Urlaubsantritt ans Herz legen. Durch Sonneneinstrahlung entstehen Freie Radikale, schädliche aggressive Verbindungen. Haben Sie ausreichend Radikalfänger in Ihrem Organismus, sind Sie viel besser geschützt. Zu diesen Radikalfängern gehören das oben erwähnte Beta-Carotin, aber genauso die Vitamine E und C – der Sonnenschutz der Zukunft. Mineralstoffe und (wasserlösliche) Vitamine werden in der heißen Jahreszeit vermehrt über den Schweiß verloren. Um einen ungestörten Stoffwechsel (und Sommerurlaub) zu gewährleisten ist eine ausreichende Konzentration dieser Stoffe entscheidend.

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