Fasten – aber richtig!

fastenkur

Quelle: Loverna Journey/unsplash

Das Fasten wird mit einem sogenannten Einleitungs- oder Reduktionstag begonnen.

Um den Körper auf die kommenden Tage vorzubereiten, empfiehlt es sich, an diesem Tag die Nahrungsmenge zu reduzieren. Das Frühstück kann noch wie gewohnt eingenommen werden, das Mittagessen sollte leicht verdaulich sein (viel Salat, Gemüse, kein fettes Fleisch). Den Tag sollten Sie mit etwas Obst beenden. Kauen Sie jeden Bissen mindestens zwanzig Mal genußvoll und freuen sich auf die folgenden Tage.

Zu Beginn: Darm entleeren

Das eigentliche Fasten beginnt mit einer gründlichen Darmentleerung. Dies erreichen Sie durch das Trinken von Rizinusöl oder einer milden Abführhilfe wie z.B. „F.X. Passage“. Von entscheidender Bedeutung für das Gelingen der Fastenkur ist die tägliche Darmreinigung mittels Einläufe oder noch besser Colon-Hydro-Therapie. Ein leerer Darm verhindert das Entstehen von Hungergefühlen und die freigesetzten Gifte werden täglich ausgespült.

Der Stoffwechsel verändert sich

Während des ersten Fastentages verbraucht der Körper seine gesamten Kohlenhydratreserven. Bis der Organismus Energie aus Fett herstellen kann, werden Eiweißkörper zu Kohlenhydraten umgewandelt. Dabei sucht sich der Stoffwechsel zuerst die kleinsten Eiweißkörper aus. Das sind Enzyme, die für einen reibungslosen Ablauf aller chemischen Reaktionen im Körper sehr entscheidend sind. Später wird auch die Muskelmasse „angegriffen“. Insgesamt verschiebt sich die Stoffwechsellage anfänglich zu „sauer“ hin. Hauptverantwortlich dafür sind die entstehenden Ketonkörper, ein Endprodukt der Eiweißverbrennung. Um diesen ungünstigen Effekte zu verhindern, empfiehlt es sich, täglich einen Liter Diätkurmolke über den Tag verteilt zu trinken. Zusätzlich sollten die Ketonkörper nach Austestung ausgeleitet werden.

Das Wichtigste: trinken, trinken, trinken

Überhaupt ist Trinken während der Fastenzeit Ihre Hauptbeschäftigung! Insgesamt drei Liter, jeweils hälftig gutes, stilles Wasser und Kräutertees sind nötig, um die freigesetzten Schlacken auszuschwemmen. Die Entgiftungsfunktion unterstützen Sie durch Frischpflanzensäfte aus Brennessel, Artischocke und Löwenzahn. Neben den Nieren muß Ihre Leber die Schwerstarbeit leisten. Verwöhnen Sie sich so oft Sie möchten mit feuchtwarmen Leberwickeln.

Nebenwirkungen beim Fasten kennen

Anfänglich können Entgiftungserscheinungen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Frieren auftreten. Beginnen Sie deshalb Ihre Fastenkur möglichst am Wochenende, so haben Sie die Gelegenheit zu schlafen, wenn Sie das Bedürfnis danach haben. Diese „Nebenwirkungen“ verschwinden aber spätestens nach dem zweiten Tag und dann können Sie Ihr Fastengefühl in vollen Zügen genießen. Die Schlafqualität bessert sich, Sie sind leistungsfähiger, obwohl Sie nichts essen. Auch der Mondstand kann Ihnen helfen: bei abnehmenden Mond fastet es sich deutlich leichter!

Ganz wichtig ist während der Fastenzeit frische Luft und leichte körperliche Bewegung, zum Beispiel Joggen, Walking oder auch nur Spazierengehen.

Leicht verdauliche Kost am Ende der Fastenperiode

Das Fasten beendet man so wie man es angefangen hat: mit einem Apfel! Genießen Sie jeden Bissen, in dem Sie ihn 30 mal kauen ! Ich wette, es ist der bestschmeckende und –riechende Apfel, den Sie jemals gegessen haben. Der anschließende Aufbautag sollte aus gedünsteter, leicht verdaulicher vegetarischer Kost bestehen.

Schöneberger Frischpflanzensäfte

  • Brennessel
  • Löwenzahn
  • Artischocke

Täglich eine halbe Flasche in mehreren Portionen über den Tag verteilt trinken. Sie beginnen mit dem Brennessel-Saft, der allgemein entgiftet und vor allem blutreinigend wirkt. Es folgt am zweiten Tag Löwenzahn, der besonders die Leber unterstützt, am dritten Tag wird besonders die Galle mit dem Artischockensaft entgiftet. Am vierten Tag nehmen Sie wieder Brennessel, und so weiter.

Heirler Diät-Kurmolke

Zur Vermeidung von Eiweißmangelsymptomen trinken Sie bitte täglich einen Liter Diät-Kurmolke auf fünf Portionen verteilt.

Viel Erfolg und gutes Gelingen!

Ihr
Alfredo Dumitrescu

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