Leitungswasser – unbedenklich oder tödlicher Giftcocktail?

Quelle: Nicole Wilcox/unsplash

Die Wasserwerke behaupten, daß Wasser aus dem Wasserhahn unbedenklich getrunken werden kann – wirklich?

Uran aus dem Hahn

Das Leitungswasser ist nach einem Bericht des ARD-Magazins „Report München“ in manchen Regionen Deutschlands stark mit Uran belastet. Dem Magazin liegt eine Studie der Verbraucherorganisation foodwatch vor, derzufolge der Anteil des giftigen Schwermetalls in 150 von 8000 Proben über dem Richtwert des Umweltbundesamtes von zehn Mikrogramm pro Liter lag. In manchen Gemeinden seien es mehr als 20 Mikrogramm gewesen, hieß es.

Arzneimittelrückstände belasten Leitungswasser

Zehn Wirkstoffe seien mehrfach nachgewiesen worden, darunter der Blutfettsenker Benzafibrat, das Antirheumatikum Diclofenac, Röntgenkontrastmittel oder das Antischmerzmittel Ibuprofen, sagt der renommierte Toxikologe Hermann Dieter vom Umweltbundesamt. Wie viele der 3000 zugelassenen Wirkstoffe im Trinkwasser vorkommen, könne nicht angegeben werden. «Das ist schwer abzuschätzen, wissenschaftliche Aussagen kann man dazu nicht machen.» Verbesserte Analysemethoden würden künftig wohl Rückstände weiterer Arzneien zutage fördern.

«Die nachgewiesenen Mittel im Trinkwasser sind zwischen 100 und eine Million Mal niedriger als die verschriebene Tagesdosis», erklärt Dieter. Das bedeute aber nicht, daß sie unbedenklich seien: «Eine Quantifizierung des Risikos auf einer wissenschaftlich fundierten Grundlage ist noch nicht möglich. Ich sehe hier unbedingt mehr Forschungsbedarf.» Vor allem die Wirkung, die sich ergeben könne, wenn Verbraucher viele Jahre lang mehrere Wirkstoffe gleichzeitig in geringen Konzentrationen über das Trinkwasser zu sich nähmen, sei noch unklar. Es gebe aber ernstzunehmende Hinweise aus der Tierwelt: Bei Fischen etwa, die an Kläranlagen-Ausgängen leben, wurden nach Östrogen-Aufnahme (Ethinylestradiol aus der Antibabypille) Geschlechts-Umwandlungen beobachtet.

Die Rückstände gelangen vor allem durch die menschlichen Ausscheidungen ins Abwasser und können von den Kläranlagen in den geringen Konzentrationen nicht ausreichend gefiltert und gereinigt werden. Ein Problem ist aber dem Bundesumweltamt zufolge auch, daß unwissende oder allzu bequeme Verbraucher nicht eingenommene oder abgelaufene Medikamente einfach in der Toilette entsorgen.

Woher kommt das Blei?

Im August 2005 wurde festgestellt, daß durch normale Messing-Rohrleitungen und Armaturen im Haushalt viel mehr Blei in das Trinkwasser abgegeben wird, als bisher angenommen. So können auch in neuen Häusern durch Messinginstallationen, wie Kugelventile oder Wasseruhren, möglicherweise überhöhte Bleigehalte auftreten.

Entgegen der allgemeinen Meinung, sind viele Klempnerartikel aus Messing, die heutzutage verkauft werden, nicht bleifrei, sondern enthalten einen Bleigehalt von bis zu 8%.

Durch den Zusatz von Blei werden Messing und andere Metalle verformbarer, so daß sich auch komplizierte Formen herstellen lassen. Dadurch wird aber auch automatisch mehr Blei im Trinkwasser frei gesetzt.

Der erhöhte Bleigehalt kann dann zu einer verzögerten körperlichen und geistigen Entwicklung, Aufmerksamkeitsstörungen und Lernschwierigkeiten führen. Wird bleihaltiges Wasser über einen längeren Zeitraum getrunken, können sich bei Erwachsenen sowohl Bluthochdruck, als auch Nierenprobleme einstellen.

Mineralwasser als Alternative?

Mineralwasser unterliegt zwar der Mineralwasserverordnung. Diese weicht jedoch von der bestehenden Trinkwasserverordnung erheblich ab. Das Mineralwasser wird in einem wesentlich geringeren Umfang kontrolliert (so sind z.B. Untersuchungen auf Pestizide und Nitrat gar nicht vorgeschrieben) und es sind bei Mineralwässern zum Teil wesentlich höhere Grenzwerte als bei Trinkwasser erlaubt.

Trinkwasser darf höchstens 10µg/Liter Blei und Arsen enthalten, während Mineralwasser bis 50µg Arsen und 40 µg Blei pro Liter enthalten darf!

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