22. April 2015

Morbus Basedow und Hashimoto-Thyreoiditis

Bei diesen beiden Krankheitsbildern handelt es sich um Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse.

Bei der Hashimoto-Thyreoiditis liegt eine Schilddrüsenunterfunktion vor. Charakteristisch sind die Antikörper gegen die Thyreoperoxidase (TPO), einem in den Schilddrüsenzellen befindlichem Protein, welches zur Herstellung von Schilddrüsenhormonen unentbehrlich ist. Diese Anti-TPO genannten Antikörper zerstören somit die Schilddrüsenzellen.

Beim Morbus Basedow findet sich dagegen eine Überfunktion, verursacht durch die TRAK (TSH-Rezeptor-Antikörper).

Die Schulmedizin weiß über den Entstehungsmechanismus der Erkrankungen recht wenig. Folgende Faktoren werden diskutiert:

  • genetische Veranlagung
  • Streß
  • Infektionen durch Viren und / oder Bakterien
  • Zu hohe Jodaufnahmen
  • Umweltauswirkungen


Eine ursächliche Behandlungs- und Heilungsmöglichkeit gibt es schulmedizinisch nicht. Beim M. Hashimoto werden die fehlenden Hormone lebenslang zugeführt, während die Antikörper langsam die Schilddrüse "auffressen" und sich der Autoimmunprozeß unter Umständen auf andere Organe und Gewebe ausweitet.

Beim M. Basedow ist das Vorgehen deutlich massiver, da die Nebenwirkungen einer Schilddrüsenüberfunktion durchaus lebensbedrohlich sein können. In erster Linie werden Thyreostatika (= Medikamente, die die Schilddrüsenfunktion hemmen) eingesetzt. Meistens ist die Zerstörung oder Entfernung der Schilddrüse zusätzlich notwendig. Ersteres wir durch die Radio-Jod-Therapie erreicht, zweiteres operativ.

Chronische Erkrankungen, insbesondere Autoimmun-Erkrankungen, bedürfen einer komplexen Therapieform, die auf möglichst vielen Ebenen gleichzeitig wirkt.

Grundsätzlich besteht immer eine Störung des Stoffwechsels. Als Hauptursachen dieser Entgleisung finden sich Vergiftungen durch Amalgam und andere fettlösliche Gifte (Schwermetalle, sonstige Chemikalien), Virusbelastungen (durch schulmedizinische Medikamente unterdrückte Erkrankungen), Impfbelastungen (Sensibilisierung des Immunsystems durch in den Impfungen enthaltenen Fremdeiweiße) sowie eine mehr oder weniger starke Darmpilzbelastung.

 

Sie sehen hier die Laborwerte einer Patientin mit einem frisch diagnostiziertem M. Basedow. Die schulmedizinische Therapieempfehlung lautete Einnahme von Thyreostatika und baldmögliche Radiojodtherapie.
 
Aufgrund der Thyreostatika-Nebenwirkungen, unter anderem starker Abfall der Thrombozyten (die für die Blutgerinnung wichtigen "Blutplättchen"), suchte mich die Patientin erstmals am 16.07.2007 auf.
 
Ursächlich für die Entstehung ihrer Beschwerden waren eine Amalgamvergiftung sowie eine chronische Infektion mit Epstein-Barr-Viren (EBV = Erreger der Mononukleose = Pfeiffersches Drüsenfieber).

Es erfolgte die Entfernung aller Amalgamfüllungen mit anschließender Quecksilberausleitung, die Viren wurden homöopathisch therapiert. Zur Dämpfung der Schilddrüsenfunktion verordnete ich Kalium jod. C30 Globuli 3 x täglich sowie ein homöopathisiertes Weihrauchpräparat. Außerdem wurde der Schilddrüsenstoffwechsel mittels STT (Stoffwechsel Test und Therapie) regelmäßig reguliert.
 
Unterstützend erhielt sie die fehlenden Vitamie (E, B1, B12) und Spurenelemente (Selen, Zink).

Die Entwicklung der Hormonwerte unter der Therapie können Sie in den folgenden Grafiken verfolgen.

Sie können erkennen, daß sich die freien Schilddrüsenhormone (fT3, fT4) nach etwa einem halben Jahr normalisiert haben.

Das gleiche wäre auch vom TSH zu erwarten gewesen, dieses blieb jedoch völlig unterdrückt, so als ob die Hypophyse von den normalen SD-Werten keine Kenntnis hätte.

Die Ursache für diese Blockade fand ich in dem wurzelbehandelten Zahn 46. Nach Entfernung dieses Zahnstörfelds normalisierte sich auch das TSH, so daß sich nun normale Werte für alle Parameter finden lassen.

 

Hashimoto-Thyreoiditis

Sie sehen hier die Laborwerte einer 23jährigen Patientin. Das TSH ist als Zeichen einer ausgeprägten Unterfunktion massiv erhöht. Die Anti-TPO liegen "jenseits von gut und böse" und weisen auf ein deutliches Autoimmungeschehen der Schilddrüse hin. 

 

Die Erst-Therapie bestand in der Biochemisch-Homöopathischen Stoffwechselregulation. Besonders wichtig ist hierbei die Ausleitung der vorliegenden Antikörper. Gleichzeitig werden die Andockstellen für die Schilddrüsen-Antikörper neutralisiert. Beides geschieht mit individuell ausgetesteten Homöopathika, die für längere Zeit (sechs Monate) meistens ein Mal täglich eingenommen werden.

Zusätzlich habe ich ein jodhaltiges Homöopathikum verordnet, denn eine Hashimoto-Schilddrüse braucht (homöopathisiertes) Jod! Wir sprechen hier aber nicht über die Gabe von 100 bis 200mg Jod täglich, wie es schulmedizinisch üblich wäre. Diese viel zu hohe Substitution muß, auch bei nicht Hashimoto-Patienten, schon fast als Kunstfehler angesehen werden. Homöopathisch wird Jod in einer D2 bis D4 – Potenz gegeben. Die D2 entspricht einer Verdünnung von 1:100, D3 1:1000 und D4 1:10000. Somit wird die Schilddrüse sanft zur Produktion von Schilddrüsenhormonen angeregt. Ohne Jod hat die Schilddrüse nichts zu arbeiten und ein Organ, welches nicht benötigt wird, läßt der Körper verkümmern.

 

In der Kontrolle drei Wochen später sehen wir eine Zunahme des entzündlichen Geschehens (Anti-TPO gestiegen). Der TSH Wert hat sich hingegen um fast zwei Drittel reduziert und die Schilddrüsenhormone (fT3 und fT4) sind deutlich angestiegen. Somit kann schon von einem kleinen Erfolg gesprochen werden, denn die Schilddrüse ist in der Lage, selbständig Hormone zu produzieren, die Kommunikation mit der Hypophyse funktioniert.

An diesem Termin habe ich der Patientin die Medikamente für eine Darmpilztherapie ausgetestet. Wichtig ist hierbei der Einsatz der Rizol-Öle. Dies sind besondere Ölmischungen, deren Basis ozonisiertes Olivenöl ist. Sie wirken sehr gut gegen Viren, Bakterien, Pilze und vor allem Parasiten. Im Anschluß an die medikamentöse Behandlung wurden zehn Colon-Hydro-Therapien durchgeführt. 

 

Weitere sechs Wochen später sehen wir schon eine deutliche Entspannung der Situation: die Schilddrüsenhormone sind weiter angestiegen, das TSH nähert sich dem Normbereich und die Anti-TPO haben sich mehr als halbiert.

Der nächste Therapieschritt bestand nun in der Amalgamausleitung. Neben homöopathischen Medikamenten kommen Koriander, Bärlauch, Chlorella-Algen in Frage, zusätzlich Body-Detox und die Matrix-Regulations-Therapie.

 

Der nächste Kontrolltermin bestätigt die positive Entwicklung, das TSH liegt nun im Normbereich, die Autoimmunaktivität ist weiter rückläufig.

 

 

Zweieinhalb Jahre später sieht das Bild noch besser aus: die Schilddrüsenhormone liegen im mittleren Normbereich, die Anti-TPO sind auf 346 IU/ml gesunken! Lediglich das TSH liegt knapp über dem Normbereich, die Patientin hat für zu lange Zeit mit der homöopathischen Jodzufuhr ausgesetzt.

In diesem Zeitraum erfolgte die Regulation des Fettstoffwechsels, ein halbes Jahr später war der Hormonstoffwechsel an der Reihe. Fehlende Spurenelemente (Selen, Zink) wurden zugeführt, ausgetestete Viren ausgeleitet und immer wieder wurde die Wirbelsäulenstatik korrigiert, denn jeder Wirbel hat einen Bezug zu einem Meridian und somit zu einem Organ. Steht nun der "Schilddrüsenwirbel" nicht richtig ("verrenkt"), kann es zu einer Störung des Energieflusses, ähnlich wie durch Narben, kommen.

Weiterhin muß man wissen, daß zwischen zwei Wirbel ein Nervengeflecht austritt, welches, medizinisch vereinfacht gesagt, unter anderem ein bestimmtes Organ versorgt. Ist dieses Nervengeflecht durch eine Wirbelblockade dauernd gereizt, ist die Innervation des betroffenen Organs ebenfalls auf Dauer gestört. Die Folge ist eine verschlechterte Durchblutung, die Nähr- und Sauerstoffversorgung ist reduziert, dagegen häufen sich Stoffwechselabbauprodukte, da deren Entsorgung ebenfalls vermindert ist. Insgesamt kann so eine Wirbelsäulenblockade den Stoffwechsel eines Organs nachhaltig stören und / oder als Therapieblockade wirken.

Die Wirbel, auf die es bei Schilddrüsenerkrankungen ankommt, sind in erster Linie der dritte und siebte Halswirbel.

 

Die letzte Laborkontrolle vom Febraur 2008 zeigt einen weiteren Rückgang des autoimmunen Prozesses, die Anti-TPO liegen bei 232 IU/ml. (Zur Erinnerung: der Ausgangswert betrug 10685 IU/ml) Die Patientin erhält weiterhin ein homöopathisches, jodhaltiges Präparat. Somit ist gewährleistet, daß die Schilddrüse selbständig ausreichend Schilddrüsenhormone produziert.
 
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