Colon-Hydro-Therapie

Der Tod sitzt im Darm. Schon Naturvölker befürchteten, sich innerlich zu vergiften, wenn der Magen-Darm-Trakt nicht regelmäßig gereinigt wurde. Aus diesem Grunde unterzogen sie ihre Körper regelmäßigen Eingießungen, Beutel- und Blasrohrklistieren. Hippokrates (ca. 460-377 v. Chr.) verordnete Einläufe mit Eselsmilch und Honig, mit süßem Wein oder Olivenöl. 1910 wurde die erste Apparatur zum Zwecke der Darmreinigung, das subaquale Darmbad, gebaut und bis in die heutige Zeit zur Colon-Hydro-Therapie weiterentwickelt.
 
Der Tod sitzt im Darm - diese Hypothese ist heute aktueller den je. 80 % des Immunsystems befindet sich im Darm. Doch die zivilisierten Därme sind träge geworden, Verstopfung liegt an der Tagesordnung. Das natürliche Verhältnis von "guten", lebensnotwendigen und "schlechten", krankmachenden Bakterien hat sich zugunsten letzteren verschoben, es herrscht Dysbiose im Darm.
 
Durch sterilisierte und denaturierte Lebensmittel, unausgewogener Ernährung und Lebensweise, Umweltbelastungen, Gifte, Schwermetalle (Amalgam!), Impfungen, Medikamentenmißbrauch - selbstverschuldet oder ärztlich verordnet (Antibiotika) - wird die gesunde Darmflora vernichtet. Krankheitsfördernde Kleinstlebewesen (Bakterien, Pilze, Viren, Würmer) gewinnen die Oberhand und führen zu einem Nachlassen der Darmtätigkeit. Die Folge ist eine unzureichende Ausscheidung von Gift- und Abfallstoffen und über die Wiederaufnahme über das Lymphsystem bei einer überlasteten Leber kommt es  zur Auto-Intoxiaktion, der Selbstvergiftung.

Durch einen krankhaften Bakterienstoffwechsel im Darm entstehen (vermehrt) Alkohole wie Methanol, Äthanol, Propanol und Butanol, Fuselalkohole, das beim Eiweißabbau gebildete Ammoniak, das Sumpf- und Grubengas Methan (verantwortlich für den unangenehmen Geruch von Blähungen), das den Stuhlgeruch prägende Skatol, die Leichengifte Putrescin, Kadaverin und Indol. In der Regel werden diese Gifte problemlos über den Darm ausgeschieden. Bei chronischer Verstopfung, an der ca. 27 Millionen (!) Bundesbürger leiden, werden diese Substanzen nur zu einem geringen Prozentsatz ausgeschieden. Man kann sich gut vorstellen, daß bei einer Stuhlgangfrequenz von 2-8 x monatlich der Darm platzen müßte, wenn diese Gase und Flüssigkeiten nicht auf einem anderen Weg aus dem Darm entfernt würden.
 
So gelangen sie wieder ins Blut und werden entweder der schon überlasteten Leber erneut zur Entgiftung angeboten, oder sie strömen über den große Blutkreislauf an der Leber vorbei und konfrontieren den gesamten Organismus mit ihrer Toxizität (Giftigkeit). Die erwähnten Alkohole und das Ammoniak können die Blut-Hirn-Schranke passieren. Den Alkoholen ist es zu zuschreiben, daß viele Menschen sich wie betrunken fühlen, obwohl sie keine alkoholischen Getränke zu sich nehmen. Das Ammoniak ist noch gefährlicher: es kann zur sogenannten "minimal hepatischen Enzephalopathie" führen, das sind schleichend entstehende Hirnschäden, bedingt durch eine unzureichende Ammoniakentgiftung der Leber. Weitere schulmedizinisch wissenschaftlich anerkannte Folgen der chronischen Obstipation (Verstopfung) sind zum Beispiel:

  • Divertikulose
  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Herzbeschwerden
  • Darmkrebs 

Vitalitätsverlust, Müdigkeit, Konzentrationsmangel, Aggressivität und Angstzustände können unspezifische erste Symptome darstellen. Alle Hauterkrankungen, Allergien, chronische Infektionen und Entzündungen, Rheuma und viele andere Krankheiten zeigen eine massiv gestörte Darmfunktion an.
 
Aber ein überlasteter Magen-Darm-Trakt wirkt sich auch auf Haltung der Wirbelsäule und den restlichen Bewegungsapparat aus. Ein überladener Dickdarm übt über das Peritoneum (Darmfell) einen ständigen Zug auf die Lendenwirbelsäule aus. Es kommt zum typischen Hohlkreuz und auf der anderen Seite zum hervorstehenden "Bierbauch" mit der Folge eines überlasteten Beckens. Dieser Mechanismus erklärt, warum manche "Kreuzschmerzen" trotz guter Schmerztherapie einfach nicht besser werden können!
 
Außerdem behindert ein überladener Dickdarm den venösen Rückstrom aus den Beinen und übt einen andauernden Druck auf Harnblase, Uterus oder Prostata aus. So kann die Colon-Hydro-Therapie wertvolle Unterstützung in der Behandlung von Krampfadern, gynäkologischen und urologischen Erkrankungen geben.
 
Die Colon-Hydro-Therapie (wörtlich: Dickdarm-Wasser-Behandlung) stellt eine effektive Möglichkeit zur Darmsäuberung und anschließender Wiederherstellung einer normalen Darmflora dar.
 
Während der Behandlung liegt der Patient bequem in Rückenlage auf einer Behandlungsliege. Über ein in den After eingeführtes, geschlossenes Schlauchsystem wird körperwarmes Wasser in den Dickdarm geleitet. Flußgeschwindigkeit und Druck werden so reguliert, daß das Wasser langsam und stetig in den Darm sickert und nur langsam ein Druckgefühl entsteht. Über das erwähnte geschlossene System fließt das Wasser mitsamt des gelösten Darminhalts wieder ab. Eine leichte Massage des Bauches unterstützt den Einstrom des Wassers und lenkt es auch in Problemzonen des Darmes, andererseits wird durch Änderung der Massagerichtung die Darmentleerung unterstützt.

Zusätzlich fördert die Massage die natürliche Peristaltik (rhythmische, wurmähnliche Darmbewegung zum Weitertransport des Stuhls) genauso wie die Abkühlung des eingeleiteten Wassers im zweiten Drittel der Behandlung. Immer wieder wird der Wasserdruck während der Behandlung für eine kurze Zeit erhöht, um Darmfalten und -taschen ebenfalls zu erreichen und die dort abgelagerten, z.T. jahrzehntealten versteinerten Kotreste, Pilz-Nester, Bakterien, Viren und Würmer heraus zu spülen.
 
Die Colon-Hydro-Therapie steigert die Durchblutung, hat einen diuretischen (harntreibenden) Effekt und  übt einen Trainingseffekt auf die Längs- und Ringmuskeln der Darmwand aus. Auch die Harnleiter werden durch die Therapie massiert, ebenso wirkt das warme Wasser durchblutungsfördernd auf den unteren Pol beider Nieren, so daß Nieren- und Harnleitersteine auch eine Indikation für die Colon-Hydro-Therapie darstellen.
 
Die Behandlung dauert etwa 30-45 Minuten,  aufgrund des geschlossenen Systems werden für den Patienten und Therapeuten unangenehme Erscheinungen, wie z. B. Gerüche, vermieden.
 
Es können zu Behandlungsbeginn krampfartige Bauchschmerzen auftreten, die aber im Verlauf verschwinden. Nicht nur stoffliche Ablagerungen und Gifte werden entfernt, auch psychische Belastungen können losgelassen werden.
 
Aufgrund der osmotischen Wirkung des Wassers werden dem Körper während der Behandlung wichtige Elektrolyte und Mineralstoffe entzogen. Durch die Einnahme vorher ausgetesteter Präparate können dadurch entstehende Begleiterscheinungen wie z. B. Müdigkeit, Schlappheit schon im Vorfeld vermieden werden.