14. January 2016

Diabetes Mellitus Typ II - Eine selbstgemachte Katastrophe

Ein Patient wollte sich durchchecken lassen - und bekam eine überraschende Diagnose: Diabetes Mellitus Typ 2.

Ein Fall aus unserer Praxis zu Diabetes Mellitus Typ II - Die nachfolgenden Laborwerte gehören einem Patienten, der sich eigentlich nur mal durchchecken lassen wollte.



Sie können sich den Schecken des Patienten vorstellen, als ich ihm eröffnen mußte, daß er sich einen Diabetes „angefuttert“ hatte: das HbA1c lag mit 8,2 deutlich über der Norm! Dieser Wert gibt den Blutzuckerverlauf der letzten drei Monate wieder.

Wie entsteht ein Diabetes?

Essen wir Kohlenhydrate, steigt der Blutzucker an. Je komplexer diese sind (zum Beispiel Vollhornprodukte), desto langsamer steigt er an. Zucker wird dagegen sehr schnell resorbiert, der Blutzucker schießt in die Höhe, was zur Folge hat, daß die Bauchspeicheldrüse Insulin ausstößt, welches den Zucker aus dem Blut in die Zellen drückt  Da diese Gegenregulation aber zu stark ausfällt, kommt sehr schnell eine Phase der Unterzuckerung, die nach Nachschub verlangt!

Wird über zu lange Zeit kohlenhydratlastig gegessen so daß die Zellen „überzuckert“ sind, dichten diese sich gegenüber der Insulinwirkung ab – man spricht von Insulinresistenz: das Insulin kann keinen Blutzucker mehr in die Zellen bringen – der Blutzuckerwert ist dauerhaft erhöht!

Die typischen Spätfolgen eines Diabetes sind

  • Arterioklerose, Schlaganfall und Herzinfarkt
  • Polyneuropathie
  • Nierenschäden
  • Netzhautschäden
  • Erektionsstörungen
  • Diabetischer Fuß
  • Depressionen

Ausführliche Informationen finden Sie zum Beispiel hier auf der Webseite Diabetes Ratgeber.

Das ganze Ausmaß der Katastrophe wir klar, wenn man sich anschaut, was in der Zelle passiert: die zu große Kohlenhydratmenge führt zu einem Gärungsstoffwechsel, welches die Energiegewinnung in den Mitochondrien (Zellkraftwerke) auf 1/16tel des möglichen herunterfährt. ) Dieser Energiemangel betrifft alle Zellen im menschlichen Körper – das erklärt die Spätfolgen an verschiedenen Organsystemen.

Deutliche Hinweise für einen Energiemangel können wir im Oligoscan – Befund des Patienten sehen:



Magnesiummangel: ohne ausreichend Magnesium ist eine optimale ATP-Produktion nicht möglich

Phosphormangel: ohne Phosphor kein ATP (Adenosin – Tri – Phosphat)

Weitere Erkenntnisse:

  • Leberbelastung (Kupfer und Zink erhöht)
  • Östrogendominanz (Bor erhöht)
  • eingeschränkte Entgiftungsfähigkeit (Selen und Schwefel erniedrigt)
  • Diabetesrisiko (Chrom erniedrigt)

Die schulmedizinische Therapie besteht in der Gabe von Metformin, einem Medikament, welches den HbA1c – Wert senkt. Diese Therapie ist reine Laborkosmetik – die zugrundeliegende Stoffwechselstörung Energiemangel wird dadurch nicht therapiert! Folgeschäden sind somit vorprogrammiert!

Die Therapie für diesen Diabetes-Patienten

Die einzig ursächliche Therapie besteht in einer strikten Reduktion der zugeführten Kohlenhydrate auf weniger als 100 Gramm täglich, besser wären weniger als 50 Gramm täglich nach dem Prinzip der LOGI- oder Paleo – Ernährung. Dadurch sind die Mitochondrien wieder in der Lage, ausreichend Energie zu bilden, der Stoffwechsel läuft optimal. Die Zufuhr der fehlenden Mikronährstoffe unterstützt diesen Prozeß.

All das habe ich dem Patienten erzählt und ihm die Wahl gelassen, welche Therapie er anwenden wollte. Erfreulicherweise hat er sich für die richtige Alternative entschieden – vier Monate später war er nicht nur seinen Diabetes los, sondern auch noch etliche Kilos, die vormals erhöhten Leberwerte haben sich normalisiert, er sprüht vor Energie und Lebensfreude: